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Archive for the ‘Sozialstudie’ Category

2011 in review

Die WordPress.com Statistikelfen fertigten einen Jahresbericht dieses Blogs für das Jahr 2011 an.

Hier ist eine Zusammenfassung:

Eine Cable Car in San Francisco faßt 60 Personen. Dieses Blog wurde in 2011 etwa 2.200 mal besucht. Eine Cable Car würde etwa 37 Fahrten benötigen um alle Besucher dieses Blogs zu transportieren.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

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"Wer von Ihnen erinnert sich nicht gerne an die glücklichen Kindheitstage und lange Herbstabende am brennenden Lagerfeuer?"

Wie wir von dieser Packungsbeschreibung der Traditionskartoffel (siehe Kneipen-ABC) lernen können, ist das Lagerfeuer eine Sache, die zum Slowaken gehört, wie das Schaf zum Hirten. Wer in der Slowakei vorwiegend Dorf- und Berggegenden bereist, sieht es in regelmäßigen Abständen rauchen und ein charakteristischer Feuerduft erfüllt die Luft – „Der Duft der slowakischen Heimat“.

Das (Ver-)Brennen ist eine (h)ausgemachte Leidenschaft des Slowaken. So erklärt sich zweifelsohne auch die Trinkvorliebe: Pálenka (dt. Schnaps, Gebrannter) kommt von páliť (dt. brennen, feuern).

Klare Sache: Frisch gebrannt!

Hier einige Aufnahmen aus der Reihe „Es brennt!“:

Über dieses Dorf ist nicht plötzlich der Nebel hereingebrochen...

... nein, hier ist ein Feuerschürer am Werk.

Als wir in den Bergen vergeblich versuchten, ein Feuer zu machen, stapfte - als hätte er es gerochen - ein Schäfer aus dem Wald. Er hantierte mit den Worten "Nebojte sa!" (dt. Habt keine Angst!) gekonnt mit ein paar Ästen herum und zauberte innerhalb von zwei Minuten ein Feuer, das sich sehen lassen konnte.

Die Kontrolle verloren? - Rauchschwaden vor Rožňava

 

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Die Slowakei ist ein traditionsverbundenes Land. Der katholische Glaube ist bis in die heutige Zeit im Alltag präsent. So erscheinen uns auf unserer Reise immer wieder Gottesdiener in den Straßen…

 

...beim Stadtbummel (Ružomberok)

...im Europa Shoppingcenter (Banská Bystrica)

...beim Studieren der aktuellen Kulturveranstaltungen (Rožňava)

...beim Pläuschchen mit dem Zeitungsverkäufer (Košice)

... beim Gottesdienst (Bratislava)

Die oftgesichteten mormonischen Missionare aus Amerika hoffen in einem gläubigen Land wie der Slowakei auf viele neue Schäfchen (Košice)

Eine evangelische Diakonisse aus Deutschland zu Besuch in der katholischen Slowakei (Vrbovce)

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Die slovenská krčma (dt. slowakische Kneipe) spielt als Ort der Zusammenkunft in der Gesellschaft eine zentrale Rolle. Deshalb haben sich rund um die Kneipe manchmal auch andere Institutionen angesiedelt – mitunter in skurrilen Kombinationen:


Dubnica nad Váhom: Fitnessworkout über der Kneipe frei nach dem Motto „Nach dem Radeln auf ein Radler!“

Valaská Belá: Sowohl in, als auch über der Kneipe werden hier Entscheidungen getroffen. Im ersten Stock tagt der Dorfrat.

Košice: Dieses Gebäude ist alles in Einem – Bar, Verwaltungsbüro und Kirche.

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Zur genaueren Erfassung ihrer näheren oder weiteren Umgebung tragen viele Slowaken stets einen Feldstecher bei sich.

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Die slovenská krčma (dt. slowakische Kneipe) ist eine Männerdomäne, ein raues Pflaster der dionysischen Kraft. Hier wird diskutiert und miteinander monologisiert; hier werden Entscheidungen in langen Prozessen durchdacht und gefällt – selten jedoch ausgeführt.

But it would be nothing without a woman or a girl…

Die Frau, und insbesondere die noch bezahnte Frau, ist in der slovenská krčma ein selten gesehener Eindringling. Die Errungenschaften der Emanzipation muss sich eine jede Einzelne hier neu erarbeiten Schon beim Betreten des Territoriums wird die Frau von oben bis unten gemustert. Ihr individueller Eigenname wird schnell verdrängt oder vergessen und pauschal durch kočko (dt. Kätzchen) ersetzt. In puncto Getränkewahl gibt die Frau ihr Recht auf Selbstbestimmung an der Türschwelle ab. Sie sieht sich genötigt, den obligatorischen Einladungen auf einen Schnaps zu folgen. Übersteigt dies ihren Durst, so stößt eine höfliche Ablehnung häufig auch nach dem dritten Mal auf taube Ohren. Die Frau kann sich dem nur erwehren, indem sie die Szenerie fluchtartig verlässt, den Schnaps ihrem Sitznachbarn unterjubelt oder ihn in einem unbeobachteten Moment einfach unter den Tisch kippt. Auf Grund ihres seltenen Vorkommens ist die Freude über die Anwesenheit einer Frau in jedem Fall groß. Der Mann betreut sie mit Zuwendung, findet in ihr ein offenes Ohr für seine Lebensgeschichte und müht sich um mehr oder weniger gelungene Komplimente ab („Du hast fürchterlich schöne Zähne!“). Gerne steht er ihr mit Rat, weniger jedoch mit Tat zur Seite. Ab und an wird auch ein latenter Heiratsantrag ausgesprochen – und das in höchst romantischer Manier („Heirate mich!“).

Wer als Frau in der slovenská krčma überleben will, braucht ein dickes Fell oder eine schlagfertige Zunge. Wer diese nicht hat, der empfehlen wir aus unserem Erfahrungsschatz die bewährtesten Überlebensformeln:

Geh weg!  = Chod‘ preč!

Ich trinke nicht, weil…   = Nepiem, pretože…

…ich bin schwanger!   = …som tehotná!

…ich muss noch fahren!   = …este šoférujem!

Mein Freund ist Türsteher in der Dorfdisko und er kommt nach Arbeitsschluss vorbei.   = Môj frajer robí ako vrátnik v dedinské diskotéke a príde za chvílkou.

Ich kenne deine Frau. Wir gehen zusammen zur Gymnastik.
= Poznám tvoju ženu. Chodíme spolu na gymnastiku.

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